Jüdisches Museum

Jüdisches Leben gehört zu Deutschland. Dies liegt an der Geschichte Deutschlands. Das liegt an der Tatsache, dass jüdische, christliche und muslimische Menschen seit Jahrzehnten und seit Jahrtausenden zusammenleben. Das liegt daran, dass wir Zugehörigkeit wünschen. Zugehörigkeit zu anderen. Teil einer Gruppe. Akzeptiert.

Das Jüdische Museum in Berlin zeigt auf, wie vielfältig jüdisches Leben in Deutschland ist. Es ist ein Statement, dass seit Jahrhunderten jüdische Traditionen gelebt und beachtet und respektiert werden. Wahr ist auch, dass jüdisches Leben immer mehr bedroht wird in Deutschland. Das Museum klärt auf und setzt sich architektonisch dank des Architekten Herrn Libeskind mit dem Holocaust auseinander. Die Enge und Leere des Holocaust-Turmes spüren wir mit dem Körper. Der Garten des Exils enthält schiefe Bodensteine und 7×7, also 49, hohe Betonquader mit Pflanzen darauf – unerreichbar und doch grün und hoffnungsvoll.

Was wissen wir über jüdisches Leben? Durch Begegnung können wir mehr erfahren. Das Museum setzt auf Begegnung mit rituellen Gegenständen, wie zum Beispiel mit der Schofar, einem Widderhorn, welches zum Morgengebet beim jüdischen Neujahrsfest Rosch ha-Schana gespielt wird.

Die Schülerinnen und Schüler des Geschichtskurses von Herrn Krüger und des Englischkurses von Herrn Traumann (beide Jahrgang 12) nahmen sich Zeit, einzutauchen in die Geschichte des jüdischen Glaubens und ihrer mit Deutschland verwobenen Kultur.

Menashe Kadishman mit seiner Installation „Schalachet“ (Gefallenes Laub). 10.000 Gesichter aus schwerem Metall bedecken den Boden wie Herbstlaub. Kadishman widmet diese Installation allen Opfern von Krieg und Gewalt.

TRA

Erstellt: 03.06.2026 | Kategorie(n): Aktuelles aus der Schule