gemeinsam lernen, Stärken entfalten, Zukunft gestalten
Die Carl-Friedrich-Gauß-Schule ist die einzige weiterführende Schule der Stadt Hemmingen. Als Kooperative Gesamtschule verstehen wir uns als eine gemeinsame Schule für alle Schüler*innen. Unsere drei aufeinander bezogenen Schulzweige eröffnen unterschiedliche Bildungswege innerhalb einer gemeinsamen Schulgemeinschaft; sie sind durch gemeinsame Lernangebote, vielfältige Übergänge und eine gemeinsame pädagogische Verantwortung eng miteinander verbunden. Im Schuljahr 2027/2028 beginnt dieser gemeinsame Bildungsweg in den Jahrgängen 5 und 6 in unserer Kooperativen Eingangsstufe (KES) ohne vorherige Schulzweigzuweisung. Die Zuordnung zu einem Schulzweig erfolgt erst zum Jahrgang 7.
Unsere Schule wurde 1973 gegründet und feierte 2023 ihr 50-jähriges Bestehen. Im Schuljahr 2027/2028 lernen 1.750 Schüler*innen an der CFG. Rund 150 Lehrkräfte, Referendar*innen und Anwärter*innen sowie weitere pädagogische und nichtpädagogische Mitarbeitende gestalten gemeinsam das Schulleben.
Unsere Schule auf einen Blick
| Schulform | Kooperative Gesamtschule mit drei aufeinander bezogenen Schulzweigen, Kooperativer Eingangsstufe in den Jahrgängen 5 und 6 sowie gymnasialer Oberstufe |
| Jahrgänge | 5 bis 13 |
| Schüler*innen | 1.750 |
| Lehrkräfte | ca. 150 |
| weitere Mitarbeitende | 3 Mitarbeitende im Hausmeisterdienst, 2 Schulsozialarbeiter*innen, 4 Mitarbeitende im Schulsekretariat, 1 Ausbildungslotse, 1 Bibliothekskraft und 2 Mitarbeitende in der Schulassistenz |
| Schulleitung | Gregor Ceylan |
| Gründung | 1973 |
| Adresse | Hohe Bünte 4, 30966 Hemmingen |
| Ganztagsangebot | Teilgebundene Ganztagsschule mit vielfältigen Arbeitsgemeinschaften, gestaltet von Lehrkräften, internen Mitarbeitenden und externen Kooperationspartner*innen |
| Schulträger | Stadt Hemmingen |
| Fremdsprachen | Englisch, Französisch, Latein und Spanisch |
| Abschlüsse | alle Bildungswege und Abschlüsse des allgemeinbildenden Schulwesens in den drei Schulzweigen bis zum Abitur |
Miteinander – respektvoll, offen und verantwortungsvoll
Unsere Schule ist ein Ort, an dem viele unterschiedliche Menschen gemeinsam lernen und leben. Diese Vielfalt verstehen wir als Stärke. In der Kooperativen Eingangsstufe lernen die Schüler*innen der Jahrgänge 5 und 6 in heterogenen Klassen gemeinsam, bevor zum 7. Jahrgang eine Schulzweigzuweisung erfolgt. Auch danach schaffen schulzweigübergreifender Unterricht, gemeinsame Kurse, Arbeitsgemeinschaften und Projekte Begegnungen und fördern das Lernen miteinander und voneinander. Die Durchlässigkeit zwischen den Schulzweigen ermöglicht es Schüler*innen, ihren Bildungsweg entsprechend ihrer persönlichen Entwicklung zu gestalten.
Zum guten Miteinander gehören für uns gegenseitiger Respekt, Verantwortung und Unterstützung. Sozialtraining, Konfliktschlichtung, Beratungsangebote und Schulsozialarbeit begleiten Schüler*innen im Schulalltag. Auch die Zusammenarbeit mit Erziehungsberechtigten, Vereinen, Betrieben, Hochschulen und weiteren Kooperationspartner*innen ist ein fester Bestandteil unseres Schullebens. Das schulische Engagement unter dem Gedanken „EINE WELT FÜR ALLE“ verbindet Verantwortung innerhalb der Schule mit dem Blick über die Schule hinaus.
Damit wird der erste Bereich der neuen Leitsätze unmittelbar sichtbar: Respekt und Verantwortung, Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft sowie Offenheit und gelebte Vielfalt.
Lernen – Verantwortung übernehmen und Zukunft gestalten
Wir möchten Schüler*innen darin unterstützen, Verantwortung für ihr eigenes Lernen zu übernehmen, persönliche Ziele zu entwickeln und ihren weiteren Weg selbstbewusst zu gestalten. Die Kooperative Eingangsstufe ist dafür ein zentraler Baustein: In den Jahrgängen 5 und 6 geben wir den Kindern bewusst Zeit, sich fachlich, sozial und persönlich zu entwickeln, bevor eine Schulzweigzuweisung erfolgt.
Diese Entwicklung wird eng begleitet. Regelmäßige Rückmeldungen zum Leistungsstand und zur individuellen Lernentwicklung sowie institutionalisierte Beratungsgespräche mit Schüler*innen und Erziehungsberechtigten machen Lernwege transparent. Klassenleitungsteams, Lerncoaching, teilweise Doppelsteckungen und die Schulsozialarbeit unterstützen die Schüler*innen zusätzlich. Die Entscheidung über die Schulzweigzuweisung zum 7. Jahrgang basiert damit nicht auf einer einzelnen Momentaufnahme, sondern auf der Entwicklung über zwei Schuljahre und dem schulischen Gesamtbild.
In den Jahrgängen 5 und 6 eröffnet ein Schwerpunktzirkel allen Schüler*innen die Möglichkeit, unterschiedliche Interessen- und Profilbereiche kennenzulernen. Statt sich bereits bei der Anmeldung auf einen einzelnen Schwerpunkt festzulegen, durchlaufen die Schüler*innen verschiedene Angebote und können ihre Stärken und Interessen erproben. Ergänzend gibt es eine Musikklasse mit einem kontinuierlichen musikalischen Schwerpunkt.
Eine besondere Rolle spielt die Berufs- und Studienorientierung. Praktika, Kompetenzanalysen, Werkstatttage, Berufsberatung, Kooperationen und praxisorientierte Profile begleiten Schüler*innen bei der Frage, wie es nach der Schule weitergehen soll. Im Realschulzweig bestehen unter anderem die Profile Gesundheit und Soziales, Technik und Wirtschaft; von Schüler*innen geführte Firmen ermöglichen zusätzlich praxisnahes Lernen.
Auch die gymnasiale Oberstufe eröffnet ein breites Spektrum: In der Qualifikationsphase werden alle fünf vorgesehenen Schwerpunkte – sprachlich, musisch-künstlerisch, gesellschaftswissenschaftlich, naturwissenschaftlich und sportlich – angeboten.
Damit greifen diese Angebote den zweiten Bereich unserer Leitsätze auf: Verantwortung für das eigene Lernen übernehmen, gemeinsam gute Lernbedingungen schaffen sowie Ziele verfolgen und Zukunft gestalten.
Stärken entfalten – Vielfalt leben
Jedes Kind und jede*r Jugendliche bringt eigene Fähigkeiten, Interessen und Erfahrungen mit. Diese individuellen Stärken möchten wir erkennen, fördern und weiterentwickeln.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf MINT und Technik. Im Programm „Jugend entdeckt Technik“ sammeln Schüler*innen Erfahrungen unter anderem mit Robotik, Programmierung, 3D-Druck und technischen Fertigungsverfahren. In von Schüler*innen geführten Firmen können technische und wirtschaftliche Ideen praktisch umgesetzt werden.
Musik, Kunst und Theater sind ebenso feste Bestandteile unseres Profils. Die Musikklasse in den Jahrgängen 5 und 6, Chor- und Orchesterangebote, künstlerische Angebote und Arbeitsgemeinschaften schaffen Möglichkeiten, kreative Begabungen zu entdecken und gemeinsam etwas entstehen zu lassen.
Eine weitere Besonderheit ist die Förderung des Leistungssports. Seit 1998 arbeitet die Schule mit dem Olympiastützpunkt Hannover zusammen. Im Verbund der Eliteschule des Sports werden Nachwuchsathlet*innen dabei unterstützt, anspruchsvolles Training und schulische Bildung miteinander zu verbinden.
Förderung bedeutet für uns zugleich, unterschiedliche Voraussetzungen ernst zu nehmen. Sprachförderung, inklusive Beschulung, soziale Unterstützung sowie gemeinsame und schulzweigübergreifende Angebote gehören deshalb ebenso zu unserem Verständnis einer Schule, in der Vielfalt gelebt wird.
Damit steht dieser Teil unseres Schulprofils für den dritten Bereich der Leitsätze: Stärken kennen und weiterentwickeln, Persönlichkeit entfalten, Vielfalt wertschätzen sowie gemeinsam lernen und die Schulgemeinschaft gestalten.
Schule in Entwicklung
Schule verändert sich – und wir entwickeln uns mit ihr. Mit der Kooperativen Eingangsstufe setzen wir im Schuljahr 2027/2028 einen zentralen Entwicklungsschritt um, der längeres gemeinsames Lernen, verlässliche Beratung und eine stärkere Orientierung an individuellen Lernwegen miteinander verbindet. Digitalisierung und Bildung für nachhaltige Entwicklung gehören ebenfalls zu den zentralen Entwicklungsschwerpunkten der CFG. Die Schule hat das Zertifikat „Klimaneutrale Schule“ erhalten; ein Schulgarten und eigene Bienenvölker machen nachhaltige Bildung auch praktisch erfahrbar.
Zugleich nutzt die CFG den europäischen Austausch für ihre Schulentwicklung. In Erasmus+-Projekten beschäftigen sich Lehrkräfte unter anderem mit Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz, Inklusion und Diversität, Nachhaltigkeit, kreativen Lernformen sowie projekt- und praxisorientiertem Unterricht.
So verstehen wir Schulentwicklung nicht als abgeschlossenen Prozess, sondern als gemeinsame Aufgabe: Bewährtes erhalten, Neues ermöglichen und „Gutes besser machen“.



